Ganzheitliches Verkehrskonzept
Die Bahnhofstraße ist eine sehr stark befahrene Straße. Man muss hier allerdings bedenken, dass nach einer Erhebung etwa 75% des Verkehrs hausgemacht ist. Es muss also in erster Linie Jeder/Jede für sich überlegen, ob ich die Fahrt unbedingt mit dem Auto machen muss, oder ob es auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad geht. In erster Linie ist hier Jede/Jeder selbst gefordert und nicht die Gemeinde.
Für den Verkehr im Ort schlage ich vor, Tempo 30 soll an allen Werktagen von 7 – 20 Uhr gelten. Somit ergäbe es eine Begrenzung zu den Zeiten, an denen die Geschäfte noch offen haben und so ein Feiertag, wie der Ostermontag wäre nicht betroffen. Hohenbrunn ist da m.E. ein Vorbild.
Auch die Anbringung von zusätzlichen Zebrastreifen wäre sinnvoll. Wo genau, sollte mit Experten entschieden werden.
Natürlich darf man im Zusammenhang mit Verkehr eine Nordumgehung nicht vergessen. Hierbei sollte die Unterführung in Wächterhof aufgeweitet werden, damit Lastwägen dort fahren können. Problem ist nur, dass wir es nicht selbst entscheiden und bezahlen können; hier ist die Gemeinde Hohenbrunn und die Deutsche Bahn beteiligt. Das macht die Sache nicht leichter; wir sollten aber an der Nordumgehung „dranbleiben“ und daran arbeiten, dass sie vielleicht doch noch verwirklicht wird.
Noch eine Anmerkung zum Parken. Dafür ist in erster Linie nicht der öffentliche Raum gedacht, sondern der eigene Grund. Tiefgaragen sollten mehr genutzt werden, nicht einfach das Auto am Straßenrand abstellen. Auch hier ist wieder Jede/Jeder einzelne gefragt und kann seine Beitrag dazu leisten.
Um die Verkehrssituation im Ort zu verbessern kann Jede/Jeder selbst etwas tun.
Neue Parkplätze, P&R am S-Bahnhof Wächterhof
Wenn man am S-Bahnhof Höhenkirchen-Siegertsbrunn die Kennzeichen der parkenden Autos betrachtet, wird man feststellen, dass ca. 40% keine M-Kennzeichen haben, sondern EBE, MB, RO, …! Weitere haben ein M, sind aber nicht aus unserer Gemeinde. Hier handelt es sich um Einpendler zum S-Bahnhof, die den lukrativen 20-minuten Takt nutzen. Zur Entlastung unserer Bahnhof-Parkplätze und des innerörtlichen Verkehrs fordern wir die Herstellung von Parkplätzen (P&R) am S-Bahnhof Wächterhof. Deren Anfahrt würde über die Westumgehung und Luitpoldstraße erfolgen, dass dies eine dringende Notwendigkeit ist sieht man bereits an all den Wildparkern an der Unterführung des S-Bahnhof Wächterhof. Der S-Bahnhof Wächterhof ist barrierefrei!
Hilfreich wäre auch ein 20-minuten Takt bis zum S-Bahnhof Aying um bereits dort Innenstadtpendler einen vorgelagerten Zugang zu ermöglichen.
Zukunftsorientiertes Energiekonzept durch regionale Wärmeversorgung
Die Stadtwerke München sind mit großen Schritten dabei in wenigen Jahren ihre Versorgung vollständig CO2 –frei zu schaffen.
Es liegt zwei Jahrzehnte zurück, als wir das Thema regionale Wärmeversorgung, bzw. Grundversorgung für unsere Bürgerinnen und Bürger durch Geothermie, aufgriffen. Zu dieser Zeit waren die Bohrungen in Unterhaching und Sauerlach bereits erfolgreich. In Dürnhaar erfolgte die erste Bohrung, später die zweite Bohrung in Kirchstockach, diese Wärmequellen liegen also direkt vor unserer Haustür. Mittlerweile hat Grünwald den Nahwärmeerzeuger aus Taufkirchen (Hackschnitzel und Geothermie) aufgekauft. Zum Beispiel haben sich die Gemeinden Aschheim Feldkirchen und Kirchheim 2005 zusammengeschlossen und versorgen ihre Bürger und Bürgerinnen aus Geothermie-quellen mit regenerativer Wärme (In Aschheim sind über 60% bereits am Nahwärmenetz angeschlossen). In unserer Gemeinde gibt es bereits kleine örtliche Lokalversorger (Hackschnitzel), Insellösungen die Nahwärmenetze betreiben.
Die letzte Untersuchung der Technischen Universität München (Herr Professor Palm) hat ergeben, dass ca. 65% der gesamten verbrauchten Energie unserer Gemeinde „Wärme“ ist, die hauptsächlich mit Gas erzeugt wird und daher nicht regenerativ ist.
Es braucht zur Klimaneutralität eine „Wärmewende“.
Auch wenn wir mehr Strom erzeugen als selbst gebraucht wird, bleiben die bisherigen Klima-Defizite in der Wärmeerzeugung.
Hackschnitzel- und Biogaswärmeerzeuger bleiben eine Zwischenlösung. Final muss die Wärmeerzeugung Klimaneutral werden, es muss weitergehen, die Lösung liegt ca. 3500Meter unter uns „Geothermie“.
Sinnvolle Energieversorgung
Wärmeplanung in Höhenkirchen‑Siegertsbrunn – Verantwortung, Transparenz und realistische Perspektiven
Die kommunale Wärmeplanung ist eine der wichtigsten Infrastrukturentscheidungen der kommenden Jahre. Sie ist gesetzlich vorgeschrieben durch das Wärmeplanungsgesetz (WPG) und legt fest, wie das Gebäudeenergiegesetz (GEG) in unserer Gemeinde konkret angewendet wird. Für die Bürgerinnen und Bürger ist sie deshalb von großer Bedeutung: Der Wärmeplan entscheidet darüber, welche Form der Wärmeversorgung in welchem Gebiet langfristig möglich, wirtschaftlich sinnvoll und rechtlich zulässig ist.
Warum der Wärmeplan so entscheidend ist
Der Wärmeplan beschreibt, wie Höhenkirchen‑Siegertsbrunn bis spätestens 2045 eine klimaneutrale Wärmeversorgung erreichen soll. Er analysiert den heutigen Wärmebedarf, bewertet technische Optionen und teilt das Gemeindegebiet in Versorgungsarten ein – etwa in Gebiete für mögliche Wärmenetze, für eine Wasserstoffperspektive oder für dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen.
Für das GEG ist dieser Plan zentral. Viele Pflichten – zum Beispiel die 65‑Prozent‑Regel für neue Heizungen – greifen erst dann verbindlich, wenn klar ist, ob ein Gebiet künftig leitungsgebunden versorgt wird. Ohne einen vollständigen Wärmeplan können Bürgerinnen und Bürger keine verlässlichen Investitionsentscheidungen treffen. Genau deshalb verlangt das Gesetz eine klare, belastbare und vollständige Planung.
Dabei ist Realismus entscheidend. Der Zeitraum 2026 bis 2046 umfasst ungefähr eine Heizungs‑Generation, aber nicht eine Gebäude‑Generation. Heizungen werden typischerweise alle 20 bis 25 Jahre erneuert, Gebäude hingegen über viele Jahrzehnte genutzt. Die Wärmeplanung muss also technisch solide, wirtschaftlich tragfähig und langfristig realistisch sein – unabhängig davon, wie ambitioniert politische Ziele formuliert werden.
Was Bürgerinnen und Bürger wissen müssen
Damit Eigentümer, Mieter und Unternehmen fundiert entscheiden können, müssen die Ergebnisse der Wärmeplanung vollständig und transparent kommuniziert werden. Dazu gehören verständliche Informationen darüber, welche Wärmeversorgungsart für ein Gebiet vorgesehen ist, welche Technologien realistisch einsetzbar sind, welche Übergangsfristen gelten und welche Optionen bestehen, falls sich Rahmenbedingungen ändern.
Ebenso wichtig sind wirtschaftliche Informationen: Welche Investitionskosten entstehen je nach Technologie? Welche laufenden Kosten sind zu erwarten? Welche Förderprogramme stehen zur Verfügung? Und welche finanziellen Auswirkungen hat die Wärmeplanung für die Gemeinde selbst?
Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen müssen klar sein: Welche Pflichten gelten ab wann? Welche Ausnahmen und Härtefallregelungen gibt es? Welche Entscheidungen müssen Eigentümer in den nächsten Jahren treffen? Nur wenn diese Informationen offen zugänglich sind, können Bürgerinnen und Bürger rational planen – und genau das verlangt das Gesetz.
Unser Einsatz: Analyse, Transparenz und verantwortlicher Umgang mit Steuergeld
Die Erstellung eines Wärmeplans ist für eine Gemeinde unserer Größe eine erhebliche Investition. Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir dafür eine vollständige und fachlich belastbare Analyse erhalten. Als unabhängige Bürgervereinigung setzen wir uns dafür ein, dass der Gemeinderat eine vollständige Wärmeplanung nach WPG einfordert, dass die Ergebnisse transparent veröffentlicht werden, dass die Kosten für Bürger und Gemeinde klar kommuniziert werden und dass die Planung regelmäßig überprüft und bei Bedarf nachgeschärft wird.
Dabei bringen wir uns aktiv ein. Mitglieder unserer Vereinigung arbeiten im Energiekreis der Zukunftswerkstatt mit und können die technischen Ergebnisse fachlich einordnen. Diese Mitarbeit ermöglicht es uns, die Diskussion im Gemeinderat und gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern sachlich, fundiert und lösungsorientiert zu begleiten.
Unser Anspruch ist einfach: Wir stehen für eine rationale, wissenschaftlich fundierte und wirtschaftlich verantwortliche Energiepolitik, die den Bürgerinnen und Bürgern Planungssicherheit gibt und die Gemeinde nicht überfordert.
Klimaschutz mit Vernunft und Transparenz
Höhenkirchen‑Siegertsbrunn hat sich früh auf den Weg gemacht. Mit dem Beitritt zum Klima‑Bündnis 29++ – dem Klimaschutzprogramm des Landkreises München, in dem sich die Gemeinden auf gemeinsame Ziele und einheitliche Standards zur Treibhausgasreduktion verpflichten – und der Verabschiedung des Integrierten Klimaschutzkonzepts (IKK) hat der Gemeinderat ambitionierte Ziele beschlossen. Doch Ziele allein reichen nicht. Entscheidend ist, wie wir sie erreichen – und ob die Maßnahmen tatsächlich das leisten, was sie versprechen. Der Weltklimarat IPCC formuliert seit Jahren klar, was echter Klimaschutz bedeutet: eine massive, tiefgreifende und dauerhafte Reduktion von Treibhausgasen, die real und messbar ist.
Unsere Gemeinde steht dabei gar nicht schlecht da. Während Deutschland 2022 rund acht Tonnen CO₂ pro Einwohner verursachte, lag Höhenkirchen‑Siegertsbrunn bei 3,55 Tonnen – also deutlich darunter. Trotzdem verlangt das IKK, dass wir bis 2030 rund 10.000 Tonnen CO₂‑Äquivalente von rund 40000 t Gesamtemissionen einsparen. Und der Plan geht noch weiter: Bis 2040 sollen die territorialen Emissionen vollständig auf null sinken. Die in Parteiprogrammen oft geforderte Dekarbonisierung der Wärme ist dabei längst Gesetz (siehe Abschnitt Wärmeplanung in Höhenkirchen‑Siegertsbrunn). Die Gemeinde befindet sich also nicht mehr in einer Zieldebatte, sondern in der Pflicht zur Umsetzung. Für den Gemeinderat bedeutet das: Die Aufgabe ist heute vor allem projektplanerisch – und gerade deshalb besonders anspruchsvoll. Genau hier bringen wir uns ein.
Die Herausforderung des IKK gehen weiter: Es ist sehr umfangreich und enthält viele Maßnahmen, die ohne klare Priorisierung kaum handhabbar sind. Eine Gemeinde unserer Größe braucht einen fokussierten Ansatz, der die wirksamsten Schritte zuerst angeht. Gleichzeitig erscheinen viele Erfolge im Klimaschutz in den offiziellen Bilanzierungen, mit denen die Zielerreichung gemessen werden soll, kaum – weil sowohl BISKO als auch das neue 29++‑Accounting noch Lücken haben.
Unser Maßstab ist deshalb ein anderer. Wir orientieren uns am Nachhaltigkeitsprinzip, wie es die Brundtland‑Kommission formuliert hat und das weltweit – von der UN‑Agenda 2030 bis zu kommunalen Nachhaltigkeitsstrategien – als Leitlinie gilt: Nachhaltig ist, was die Bedürfnisse der heutigen Generation erfüllt, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen zu gefährden. Das bedeutet, ökologische Ziele, wirtschaftliche Vernunft und soziale Akzeptanz gemeinsam zu denken.
Unsere Botschaft ist klar: ein vernünftiger Klimaschutz, der die Anforderungen echter Nachhaltigkeit erfüllt. Transparenz ja, aber ohne überbordende Bürokratie und Vorschriften. Ziele ja, aber mit einem Plan, der funktioniert. Wir stehen für eine Gemeinde, die realistisch entscheidet, Steuergeld verantwortungsvoll einsetzt und Klimaschutz so gestaltet, dass er messbar, nachvollziehbar und generationengerecht ist.
Förderung E-Mobility
Die neuesten Verkaufszahlen zeigen eine deutliche Zunahme bei den Neuzulassungen von Elektro-PKWs.
Unser unermüdlicher Einsatz hat sich gelohnt, in Höhenkirchen-Siegertsbrunn wurden mehrere Ladestationen unter anderem auch von einem Autohändler errichtet, die zunehmend genutzt werden.
Auf Dauer ist die Anzahl der bisherigen Ladestationen nicht ausreichend, da nicht jeder privat Lademöglichkeiten hat oder errichten kann. Um die zunehmende Elektromobilität weiter zu unterstützen, müssen die Anzahl der Ladestationen weiter erhöht werden, die zunehmende Nachfrage muss abgedeckt werden können.
Grundvoraussetzung ist, dass Strom aus erneuerbaren Quellen stammt.
Bezahlbarer Wohnraum
Wir wollen, dass Wohnen bezahlbar wird, bzw. ist. Das ist ein sehr schwieriges Thema. Wenn da jemand verspricht, dass er bezahlbaren Wohnraum schafft, dann ist er entweder Grundbesitzer oder Zauberer. Wir versprechen das nicht, aber wir werden uns dafür einsetzen, dass bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird. Bei jedem Bauvorhaben soll geprüft werden, ob es für die Gemeinde möglich ist, günstige Wohnungen zu erhalten. Die Gemeindeverwaltung sollte hier auch selbst aktiv werden, und wir sollten sie dabei unterstützen. Dass das nicht einfach ist, ist uns völlig klar. Aber wir werden an der Sache dranbleiben. Mehr können wir aktuell nicht tun, so ehrlich muss man sein.
Horst Willmann
Windkraft in Schwachwindgebieten
Den Bau von Windkraftanlagen in Schwachwindgebieten haben wir nicht unterstützt.
Die Wirtschaftlichkeit ist nur erreichbar, weil die Investition mit einer „Schwachwindzulage“ von annähernd 40% unterstützt wird und der mögliche Verkaufspreis für eine kWh höher liegt als erzeuger- und marktüblich.
Begünstigt wurden diese Projekte vor einigen Jahren durch die „Null-Zins-kredit-phase“.
Die Vorstellung, dass der örtlich erzeugte Strom auch örtlich verbraucht wird ist ein Trugschluss.
Hingegen bei der eigenen PV-anlage auf dem Dach oder am Balkon ist der Eigenverbrauch real und weit höher rentabel.
Soziale Berufsgruppen für unsere Kinder und Senioren gewinnen
Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Fachkräfte im Sozialwesen
- Schaffung von bezahlbarem Wohnraum
- Verhandlungen mit privaten Vermietern zur Vermeidung von Mieterhöhungen und der Gewährleistung angemessener, bezahlbarer Mieten.
- Umwandlung von Bestandsbauten in Betriebswohnungen.
- Bereitstellung von Einkaufsgutscheinen durch Sponsoren.
- Gewährung von Vergünstigungen für Fitnessstudios und Fahrkarten, beispielsweise durch die Bereitstellung von grünen Karten zum Ausleihen.
Unterstützung von kleinen und großen Vereinen durch Raumangebote und Synergien
- Nutzung von Bestandsbauten.
- Implementierung von Raum-Sharing-Konzepten.
- Ermöglichen der günstigen Miete oder Vermietung einzelner Räume, gegebenenfalls auch zeitlich begrenzt.
Verbesserung der Jugendarbeit
- Einsatz von Streetworkern.
- Bereitstellung von Jugendtreffräumlichkeiten, beispielsweise in Form von Containern auf der Gaarwiese oder im RUF Haus.
- Zur Verfügung stellen von Sprühwänden.
- Anbieten von Ansprechpartnern für Jugendliche und deren Problemstellungen.
- Bildung des AK Jugend in Zusammenarbeit mit Jugendlichen und zugewandten Erwachsenen.
- Durchführung von Challenges.
- Organisation von Gruppenaktivitäten, die von sozialem Engagement bis hin zu Freizeitaktivitäten reichen.

